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14.06.2018

Grillen und Fußball gucken

Tipps für ein genussvolles WM-Erlebnis

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Nicht nur Fußball-Fans freuen sich, auch die Metzger in der Genussregion Oberfranken sehen dem Turnier gespannt entgegen: Fast jeder neunte Deutsche greift bei einem Fußballspiel am liebsten zu Bratwurst und Grillfleisch. In WM-Zeiten steigt der Absatz sogar noch höher.

Planung ist der halbe Sieg
Besonders wenn Jogis Jungs antreten, ist es wichtig, dass spätestens zum Anpfiff sämtliche Fragen zum Essen geklärt sind. Daher sollte die Party etwa zwei bis drei Stunden vorher beginnen. So bleibt vor dem Spiel genug Zeit zum Grillen und Essen. Das Grillgut kauft man am Tag zuvor. Pro Person sind etwa 200 bis 400 Gramm Fleisch empfehlenswert. Stets frisches Fleisch aus heimischer Produktion verwenden, raten Oberfrankens Genießer. Eine würzige Marinade ist schnell angerührt, so dass man das Fleisch nach individuellen Vorlieben einlegen kann.

Mehr als Fleisch!
Wer nicht den Fehler macht, möglichst viel Kohle in den Grill zu häufen und dann bei extremer Hitze das Grillgut verbrennen zu lassen, der kann übrigens noch viel mehr als Fleisch auf den Rost legen: Auch Fisch, Gemüse und sogar Obst kann auf dem Grill gegart werden. Im Fachgeschäft oder auf dem Markt bekommen Sie dazu wertvolle Tipps.


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Empfehlenswert ist es, zwei Hitzezonen im Grill zu erzeugen: Die Kohle auf einer Seite anhäufen, damit direkte Hitze für das Anbraten erzeugt wird. Dann das Grillgut auf die andere Seite des Rostes legen und über indirekter Hitze gar ziehen lassen.

Und niemals, aber auch wirklich niemals, eventuell hochschlagende Flammen mit Bier löschen! Dazu ist Bier viel zu schade. Außerdem wirbelt man damit nur Asche auf, die sich aufs Fleisch legt und gesundheitliche Schäden anrichten kann.

Vorbereitung ist alles
Wie im Fußballtraining kommt es auch beim Grillen auf den richtigen Zeitpunkt an: Grillfleisch sollte möglichst schon einige Stunden vor der Party oder am Tag vorher mit der Marinade oder der Würzmischung eingerieben und anschließend kühl gestellt werden. Dadurch wird das Fleisch nicht nur aromatisiert, sondern es wird auch zarter.
Am Grilltag darf das Fleisch dann bei Zimmertemperatur „entspannen“, bevor es auf den Grill kommt – so kann es seinen Geschmack voll entfalten. Ausnahme: Geflügel sollte grundsätzlich bis zuletzt gekühlt werden!

Vom richtigen Würzen
Das Grillgut sollte zuerst unter fließendem Wasser gesäubert und dann sorgfältig trocken getupft werden. Erst danach wird es mit der Marinade oder Würzmischung bestrichen. Über die Frage, wann Salz und Pfeffer dazu gegeben werden, werden tief schürfende Diskussionen geführt. Norbert Heimbeck, Geschäftsführer der Genussregion Oberfranken e.V. und begeisterter Ganzjahres-Griller, rät: „Je hochwertiger das Fleisch ist, desto sparsamer kann man würzen. Ich selbst gebe nach dem Garen nur wenig Salz und frisch gemahlenen Pfeffer darüber, dann kommt der Fleischgeschmack besonders gut zur Geltung.“

Übrigens sollte nicht der heiße Rost geölt werden: Wer das Grillgut mit ein paar Tropfen hochwertigen Pflanzenöls bestreicht, verhindert das Ankleben.

Wer viel Geld für hochwertiges Fleisch ausgibt, sollte nicht an der BBQ-Sauce sparen. Außerdem sind industriell hergestellte Produkte oft mit künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen angereichert. Hier lesen Sie, wie man eine aromatische BBQ-Sauce selbst machen kann.

Gute Appetit beim Grillen und viel Spaß beim Fußball-Gucken!


Fotos: Martin Bursch und Norbert Heimbeck

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